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Klimatisierung
Wie eiche ich ein analoges Hygrometer?
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- Bauanleitung Filtertip mit Hanfblat...
Sorry besser bekommen wir das nicht hin
16.05.12
>> von hubey - Bauanleitung Filtertip mit Hanfblat...
Normales Druckerpapier
16.05.12
>> von hubey - Growshop heute
Hi Torsten, unser Shop findest du unter www.udopea.de diese Seite ist ne reine I...
16.05.12
>> von hubey - Bauanleitung Filtertip mit Hanfblat...
was für papier benutzt du genau? Und wie packt man die schönen wolbungen? sieht ...
16.05.12
>> von smoker_420 - Bauanleitung Filtertip mit Hanfblat...
Ich kriege das einfach nicht hin ich finde die anleitung zu kompliziert das is s...
15.05.12
>> von weedhammer
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Es gibt nur wenige Dinge, die einfacher sind, als ein analoges Hygrometer zu eichen. Bei analogen Hygrometern wird nämlich nur simpelste Physik ausgenutzt. Ein Schweizer namens Horace Benedict de Saussure erfand es im Jahr 1783, als er entdeckte, dass sich ein blondes Frauenhaar bei steigender Luftfeuchtigkeit zusammenzieht und kürzer wird.Nun ja, andersfarbigen Haaren anderer Lebewesen ergeht es zwar genauso, aber das blonde Frauenhaar soll besonders ausgeprägt reagieren. Im Grunde genommen wird dann quasi ein Zeiger an dem Haar befestigt und man liest anhand einer Skala den Feuchtigkeitswert der Luft auf der Skala ab.
Heutzutage nimmt man kein blondes Frauenhaar mehr, denn naturblondes Haar bei Menschen wird genetisch bedingt immer seltener. Gab es 1950 noch 40% Blonde in der Weltbevölkerung, sind es heute, 60 Jahre später, nur noch ca. 2%. Aber das nur nebenbei, und sicherlich nicht nur deshalb nimmt man heute kein Menschenhaar mehr für analoge Hygrometer, sondern haarfeines hygroskopisches Material, also Stoffe, die Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch ihre Größe verändern.

Geeicht werden solche analogen Hygrometer ganz einfach dadurch, dass man sie mit einem feuchten, nicht mehr tropfenden Handtuch umwickelt. Zeigt das Hygrometer nach ca. einer Stunde nicht 95-98% an, stellt man diesen Wert mittels des kleinen Schräubchens an der Rückseite des Geräte auf diesen Wert ein, und: Fertig ist die Eiche!
Eine weitere Methode ist erheblich komplizierter, aber genauer, und kann zusätzlich als "Zweipunkt-Kalibrierung" eingesetzt werden, oder anstelle der oben beschriebenen ersten Methode.Für diese andere, die "Salz-Methode" ist eine exakte und konstante Raumtemperatur unverzichtbar. Deshalb ist diese Methode nicht so super leicht.
Man nehme einen handelsüblichen 5-Liter-Eimer und fülle soviel Wasser hinein, dass es etwa einen halben Zentimeter hoch steht. Jetzt musst du eine sogenannte "gesättigte Salzlösung" erzeugen. Das bedeutet, du musst soviel Kochsalz in dem Wasser verrühren, bis sich kein Salz mehr darin löst. Es fällt dann einfach auf den Grund, dann ist die Lösung gesättigt.
Auf den Boden des Eimers in das Wasser hinein stellst du nun ein Trinkglas mit der Öffnung nach unten (ein Becher, eine Tasse oder Ähnliches tut es auch). Dein Hygrometer wird nun auf dem nach oben zeigenden Boden des Trinkglases gelegt. Dann verschließt du den Eimer mit Frischhaltefolie aus dem Haushaltsladen.

Von Anfang an schenken kannst du dir diesen ganzen Aufwand, wenn die Raumtemperatur nicht zwischen 19° und 21°C liegt, denn das muss sie, damit alles klappt. Innerhalb der nächsten 3-4 Stunden darf sie sich auch nicht verändern. Das ist absolut zwingend!Dann und NUR dann nämlich herrschen nach diesen 3-4 Stunden exakt 75% Luftfeuchtigkeit in dem Eimer.
Jetzt zeigt die Anzeige deines Hygrometers, ob du es kalibrieren musst, oder ob es stimmt. Im Falle, dass du nachjustieren musst, musst du nun schnell sein, denn nach Abziehen der Folie vom Eimer hast du nur 10 Sekunden Zeit, die Justierung vorzunehmen. Hast du es innerhalb dieser kurzen Zeit nicht geschafft, hat sich inzwischen die Luftfeuchtigkeit wieder soweit verändert, dass du die ganze Prozedur von vorne beginnen musst.

Das ist keine Schikane, das ist Physik.
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